Skandalöse
Schiedsrichterleistung besiegelt Nattheimer 16:16.5 Niederlage gegen den KSV
Unterelchingen. Durch eine
katastrophale Schiedsrichterleistung wurden die Nattheimer Ringer im Lokalderby
gegen den KSV Unterelchingen um den Sieg oder zumindest um ein Unentschieden
gebracht. In zwei Kämpfen benachteiligte der völlig überforderte Schiedsrichter
die TSG Ringer Balla und Sabatini klar.
55 kg Freistil:
Julian Fauth hatte gegen den zur deutschen Nachwuchsspitze zählenden
Marcel Gaule keine Chance und wurde beim Stand von 0:9 geschultert.
120 kg Gr.-röm.:
Gyula Branda hatte mehr Mühe als erwartet mit dem sperrig ringenden
Rainer Hartwig. Dennoch erzielte er mit herrlichen Überwürfen einen nie
gefährdeten 15:0 Sieg.
60 kg Gr.-röm.:
Robert Szabo hatte mit Daniel Böck einen weiteren starken
Nachwuchsmann zum Gegner, der ihm kämpferisch alles abverlangt. Die Routine des
Nattheimers setzte sich letztendlich zum 9:6 Punktsieg durch.
96 kg Freistil:
Im Kampf von Andras Balla gegen den 3. der Junioren Weltmeisterschaften
Cosmin Podar offenbarte der junge Schiedsrichter deutlich seine
Schwächen. Noch ehe der Kampf richtig begann bekam Balla unverständlicherweise 2
Verwarnungen und sein Gegner 2 Punkte gutgeschrieben. Bei einer weiteren Aktion
war der Nattheimer klar der Griffausführende Ringer, wurde dabei gekontert, was
normalerweise mit 3:2 für den Nattheimer gewertet wird. Der Kampfleiter belohnte
aber nur den Konter des Unterelchingers und somit lag Balla kampfentscheidend
mit 0:5 zurück. Mit Beinangriffen drängte der Nattheimer den immer passiver
werdenden Gast aus Unterelchingen in die Defensive. Konnte aber nur noch auf 4:8
verkürzen.
66 A Freistil:
Andre Bauer wurde aus taktischen Gründen im ungewohnten freien Stil
eingesetzt. Gegen Tobias Sättler fand der Nattheimer nicht zu seinem
Kampf und musste dem Unterelchinger einen zu hoch ausgefallenen 0:6 Punktsieg
überlassen.
84 A Gr.-röm.: Im
Kampf von Thomas Sabatini gegen Manuel Tögel verlor der
Kampfrichter dann völlig die Übersicht. In zwei Situationen versagte er dem
Nattheimer eine klare 1er und 2er Wertung. Unverständlicherweise verwarnte der
Kampfleiter Sabatini noch und schenkte dem Unterelchingen einen Wertungspunkt.
Mit dem normalen Ergebnis von 8:0 wäre zumindest ein Unentschieden für die
Nattheimer drin oder gar noch ein Sieg möglich gewesen. So gewann Sabatini unter
heftigen Protesten der Nattheimer nur mit 5:1 Punkten.
66 B Gr.-röm.:
Tobias Kuhn hatte mit Tariel Shavadze einen der stärksten Gästeringer
zum Gegner. Trotz der klaren Überlegenheit des georgischen Spitzenringers rang
Kuhn beherzt mit und konnte den Unterelchinger sogar zweimal auskontern. Am Ende
war der Nattheimer dann vom Abkochen platt und konnte die 4:20 Niederlage nicht
verhindern.
84 B Freistil:
Csaba Gyurasits bestimmte gegen Frank Steck von Anfang an das
Kampfgeschehen und brachte den Unterelchingen vor allem in der Bodenlage mit
schönen Beineinsteigern in die Brückenlage. Durch weitere schöne Beinangriffe
wurde der Nattheimer überlegen 15:0 Punktesieger.
74 A Freistil:
Istvan Dencsik war eine Gewichtsklasse aufgerückt und demonstrierte gegen
Lars René Schmidt von Beginn an das Kampfgeschehen. Mit schönen
Beinangriffen wurde der Nattheimer ebenfalls überlegener 15:0 Punktesieger.
Somit führten die Nattheimer vor dem letzten Kampf mit 16:12,5 Punkten.
74 B Gr.-röm.: Im
letzten Kampf des Abends durfte nun Torsten Oppold gegen den zweiten
georgischen Spitzenringer Dato Shavadze maximal 3,5 Punkte zum
Unentschieden abgegeben. Verletzungsbedingt konnte der Nattheimer aber nicht wie
erwartet gegenhalten und verlor den Kampf mit 20:0 Punkten..
Die Nattheimer
werden auf Grund der Schiedsrichterleistung Protest beim WRV einlegen. Fraglich
ist aber der Erfolg dieser Aktion, da die getroffenen Entscheidungen
wahrscheinlich als Tatsachenentscheidung ausgelegt werden.




